Skip to content
Sonja BannickJul 21, 2026 6:13:35 PM14 min read

Lessons Learned im Projektmanagement – so geht’s richtig

Sonja Bannick Jul 21, 2026 6:13:35 PM 14 min

Lessons Learned im Projektmanagement – so geht’s richtig

Jedes Projekt liefert wertvolle Erfahrungen – positive wie negative. Die gute Nachricht ist: Sie können aus beidem Erkenntnisse ziehen und davon profitieren! Denn jede Erfahrung kann für weitere Projekte nützlich sein – und damit wesentlich zu künftigen Erfolgen beitragen.

Nur wie können Sie dieses Wissen bewusst aufgreifen, kanalisieren und weitergeben, sodass Sie einen wirklichen Mehrwert davon haben? Eine bekannte Methode ist Lessons Learned im Projektmanagement.

Das Wichtigste in Kürze

  • Lessons Learned im Projektmanagement helfen Ihnen dabei, Erfahrungen aus abgeschlossenen Projekten systematisch auszuwerten und zukünftige Projekte erfolgreicher umzusetzen.
  • Mit einem strukturierten Lessons Learned-Prozess erkennen Sie Fehlerquellen, sichern bewährte Vorgehensweisen und schaffen wertvolles Wissen für Ihr gesamtes Unternehmen.
  • Der richtige Zeitpunkt, eine klare Methodik und die aktive Einbindung aller Beteiligten entscheiden darüber, ob Lessons Learned echten Mehrwert liefern oder lediglich dokumentiert werden.
  • Digitale Projektmanagement-Tools unterstützen Sie dabei, Erkenntnisse zentral zu erfassen, leicht wiederzufinden und dauerhaft für neue Projekte nutzbar zu machen.
  • Wenn Sie Lessons Learned konsequent in Ihre Projektkultur integrieren, verbessern Sie langfristig Qualität, Zusammenarbeit und Projekterfolg.

Folgende Kapitel mit viel mehr Details und Tipps warten auf Sie:

Hinweis: Hier finden Sie einen Artikel zu Retrospektiven im agilen Projektmanagement – dem agilen Pendant zu Lessons Learned im klassischen Projekt.

Starten wir mit einer Definition von Lessons Learned.

Lessons Learned Definition

Lessons Learned ist die schriftliche Aufzeichnung und das systematische Sammeln, Bewerten und Verdichten von Erfahrungen, Entwicklungen, Hinweisen, Fehlern und Risiken aus Projekten. Deren Beachtung und Vermeidung kann sich als nützlich für zukünftige Projekte erweisen. (Quelle: Wikipedia)

Lessons Learned ist mittlerweile fester Bestandteil im Projektportfoliomanagement. Richtig ein- und umgesetzt kann diese Methode ein Teil Ihrer Erfolgsstrategie sein!

Die Lessons Learned Methode im Projektmanagement und PMO unterstützt Sie dabei, aus vergangenen Projektsituationen Erkenntnisse abzuleiten. Für neue Projekte bedeutet das:

  • Fehler vermeiden
  • Risiken verringern
  • Chancen nutzen
  • Projekt-Qualität steigern.

Lessons Learned können unterschiedlich durchgeführt werden. In diesem Artikel lernen Sie ein beispielhaftes und bewährtes Vorgehen kennen.


Wie wird die Lessons Learned Methode eingesetzt?

Es gibt viele Arten und Formen zur Durchführung von Lessons Learned.

Aus meinen Erfahrungen wird Lessons Learned oft nur am Ende eines Projektes mit einer simplen Umfrage im Projektteam abgehandelt.

Die klassischen zwei Fragen sind:

  • Was war gut?
  • Was war schlecht?

Die Antworten wiederum sind meistens entsprechend oberflächlich, da sich die Teilnehmenden

  • entweder nicht trauen etwas Relevantes zu sagen,
  • sich gar nicht erst darauf vorbereiten (konnten), oder
  • wissen, dass ihre Aussage keine Nachhaltigkeit erhält.

Als Ergebnis wird daher oftmals nur das gesagt, was gehört werden möchte. Und zwar: “Alles gut verlaufen.”

Lessons Learned kann natürlich viel mehr. Aber es braucht dafür Raum im Projekt. Denn sonst fehlt die Zeit, um Lessons Learned bewusst anzuwenden und somit Mehrwert zu generieren.

Download (PDF): So geht Lessons Learned im Projektmanagement Lesen Sie in diesem PDF, wann und wie Sie Lessons Learned in Ihrer Projektumgebung erfolgreich einsetzen.
* Pflichtfeld | Datenschutzhinweise

Beispiel einer möglichen Vorgehensweise

Wie bereits erwähnt gibt es verschiedene Arten und Formen von Lessons Learned. Eine mögliche Vorgehensweise lernen Sie folgend kennen. Es ist eine Methodik, die die gesamte Projektstrecke begleitet – von Beginn bis zum Projektende.

Die Durchführung umfasst 4 Phasen:

  1. Teaminformation und -findung
  2. Sammelphase
  3. Workshop-Vorbereitung
  4. Workshop
Phasen der Lessons Learned Workshop Vorbereitung
Bild 1: Die 4 Phasen zum Lessons Learned Workshop


Phase 1: Teaminformation und Teamfindung

Informieren Sie Ihr Projektteam bereits zu Beginn des Projektes, dass die Lessons Learned Methode durchgeführt wird. Dies schafft Transparenz und Verständnis.

Wichtig dabei ist, dass Sie die Art und Weise darstellen bzw. erklären, wie sich das Vorgehen bei Lessons Learned gestaltet.

Diese Ansprache kann zudem dafür genutzt werden, dass Sie Ihr Team für die Methode begeistern und motivieren sowie ggf. Missverständnisse und die Erwartungshaltung klären.

Folgend wird – je nach Teamgrösse und Struktur – entschieden, wer als „aktiv beteiligt“ gilt. Das kann von Ihnen oder auch gerne gemeinsam mit dem Team geschehen.

„Aktiv beteiligt“ sind die Personen, die Lessons Learned mit gestalten und einen aktiven Part übernehmen. Dies können Einzelpersonen aus den unterschiedlichen Projektbereichen, aber auch das gesamte Team sein. Je nach Situation und Größe des Projektteams.

Unser Tipp: Setzen Sie Ihr Team aus unterschiedlichen Projektbereichen zusammen, um so möglichst unterschiedliche Blickwinkel einzufangen. Beachten Sie, dass die Personenanzahl nicht zu hoch wird, da diese später auch Teilnehmende des Workshops sind. Wir haben bislang gute Erfahrungen mit einem drei bis 10-köpfigen Lessons Learned Team gemacht.


Phase 2: Erkenntnisse sammeln

Während des gesamten Projektes besteht die sogenannte Sammelphase. In diesem Zeitraum ist jede aktiv beteiligte Person dazu angehalten, Erkenntnisse, Erlebtes, Wahrnehmungen etc. – positive wie auch negative – festzuhalten.

Es ist die Ansammlung der Informationen, die in dem folgenden Lessons Learned Workshop Relevanz haben können.

Um die Informationssammlung einfacher zu gestalten, ist ein sogenanntes Log-Buch hilfreich. Dort können Sie und Ihr Team die Begebenheiten aus dem Projekt notieren. Dies muss nicht detailliert erfolgen, sollte dennoch die Situation kurz widerspiegeln.

Unser Tipp: Das Log-Buch kann eine einfache Excel-Tabelle sein. Sinnvoll ist es, dass jeder aktiv Beteilige das gleiche Log-Buch hat, um eine Vereinheitlichung zu schaffen. Das Log-Buch kann auch symbolisch als kleines Geschenk von Ihnen an die aktiv Beteiligten übergeben werden. Das hat bislang immer viel positive Stimmung erzeugt 😉

Log-Buch zu Lessons Learned im Projektmanagement
Bild 2: Lessons Learned Vorlage – Log-Buch zum Sammeln der Erkenntnisse während des Projektes


Phase 3: Workshop-Vorbereitung

Der Workshop ist das Kernstück dieser Lessons Learned Methode. Er benötigt daher eine gute Vorbereitung.

Neben dem Organisatorischen wie Workshop-Materialien, Raumreservierung etc. ist zentral der Inhalt und Ablauf vorzubereiten.

Eine wichtige Frage ist zu klären:

Welche Themen sollen in dem Workshop behandelt werden, um den höchsten Nutzen und die größte Relevanz zu erhalten?

Hier ist es ratsam, dass Sie eine Vorauswahl von Themen treffen, die Schlüsselerlebnisse im Projekt waren. Genau das sind dann die Themen, die im Workshop gezielt behandelt werden.

Die Basis zur Themenfindung: Führen Sie Gespräche mit Ihren Teilnehmenden und filtern Sie so Schlüsselerlebnisse heraus!

Um eine Auswahl der richtigen und wichtigen Themen zu bekommen, können Sie mit den aktiv Beteiligten Gespräche führen. Hier kommt das Log-Buch wieder zum Einsatz als Hilfestellung. Denn jetzt hat jeder aktiv Beteiligte – wenn das Log-Buch gut geführt ist – ein Sammelsurium an Themen zur Auswahl.

Aus diesen Gesprächen filtern Sie dann schlussendlich die brisantesten und am häufigsten genannten Begebenheiten heraus.

Wichtig hierbei ist, ein gutes Gemisch zwischen positiven und negativen Aspekten zu erhalten, denn Lessons Learned umschließt beide Bereiche.

Unser Tipp: Achten Sie bei der Zusammenstellung der Themen auf einen gesunden „Mix“ aus Positivem und Negativem. So bleiben die Beteiligten motiviert.

eBook Download (PDF): So geht modernes Projekt-, Portfolio & Ressourcenmanagement wirklich reibungslos (inkl. viele Argumente für Entscheider)

Alles, was eine optimale, moderne und anpassbare Lösung für Projekt-, Portfolio- und Ressourcenmanagement (PPRM) können sollte – Tipps, Nutzen und wichtige Argumente für Ihre Entscheider im Konzept des „The PPRM Paradise“.
* Pflichtfeld | Datenschutzhinweise

Phase 4: Lessons Learned Workshop

Alle vorgelagerten Phasen haben auf den Lessons Learned Workshop hin abgezielt. Der Workshop ist der Höhepunkt der Methode.

Hier arbeiten Sie und ihr Team aktiv mit den Erfahrungen, leiten Erkenntnisse ab und ziehen daraus Ihre Handlungsempfehlungen.

Lassen Sie uns zuvor einen Blick auf den Kreis der Teilnehmenden und die Agenda richten.

An dem Workshop sollten teilnehmen:

  • alle „aktiv beteiligen“ Personen
  • der Projektleiter / die Projektleiterin
  • die Stakeholder (optional, aber das schafft Transparenz und Vertrauen)
  • eine moderierende Person (optional aber sinnvoll)

Die Moderation sollte projektfremd und nicht aus Ihrer Gruppe der „aktiven Beteiligten“ kommen. Das bedeutet, er/sie sollte nicht aus dem Projekt kommen, das aktuell besprochen wird. Somit ist er/sie neutral und kann den Workshop unvoreingenommen leiten.

Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass die Moderation Ihres Workshops nicht aus einem der Projekte kommt, die besprochen werden.

Die Agenda führt durch den Workshop und gestaltet ihn entsprechend, wie im folgenden Beispiel:

  1. Begrüßung + Projektvorstellung
  2. Vorstellungsrunde + Erwartungen
  3. Einleitung
  4. Reglement
  5. Emotionen
  6. Themendarstellung
  7. Themenanalyse und Empfehlungen
  8. Resultat
  9. Weiteres Vorgehen + Transfer
  10. Feedback-Runde
Agenda für den Lessons Learned Workshop
Bild 3: Mögliche Agenda für den Lessons Learned Workshop

1. Begrüßung + Projektvorstellung

Die Moderation eröffnet den Workshop und begrüßt die Teilnehmenden. Die Agenda wird vorgestellt.
Einleitend geht die Moderation kurz auf das Projekt ein, z.B. mittels einer Milestone-Planung.

2. Vorstellungsrunde + Erwartungen

Alle Teilnehmenden stellt sich kurz vor und geben an, in welchem Bereich oder in welcher Funktion er/sie im Projekt mitgewirkt haben. Zudem teilt jeder Teilnehmende die eigenen Erwartung an den Lessons Learned Workshop mit.

Hilfreich ist es, wenn die Moderation diese Erwartung kurz auf einem Flip-Chart festhält, sodass in der Feedback-Runde darauf eingegangen werden kann.

3. Einleitung

Die Moderation kann jetzt kurz die Vorgehensweise erläutern. So hat die gesamte Runde der Teilnehmenden den gleichen Kenntnisstand und Missverständnisse werden ausgeräumt.

Sie können beispielsweise folgende Fragen beantworten:

  • Warum wird Lessons Learned durchgeführt?
  • Wer ist der Initiator?
  • Welche Vorarbeit wurde geleistet?
  • Was steht im Fokus?
  • Was ist das Ziel des Workshops?

Unser Tipp: Sie können die Fragen auch direkt an das Plenum stellen und so einen Austausch zwischen den Teilnehmenden ermöglichen. Dies lockert die Atmosphäre auf, da erfahrungsgemäß zu Beginn alle sehr angespannt sind.

4. Reglement

Gerade in einem Lessons Learned Workshop raten wir gerne, ein Reglement einzuführen.

Der Grund:

Die Themen sind oft emotional belegt. Ein Reglement unterstützt die Teilnehmenden und fungiert als Leitbild. Die Moderation kann dieses Reglement kurz vorstellen und auf die einzelnen Punkte eingehen.

Die folgende Grafik zeigt ein Beispiel für ein Workshop-Reglement.

Workshop-Reglements bei Lessons Learned im Projektmanagement
Bild 4: Beispielhafte Liste eines Workshop-Reglements

5. Emotionen

Nach den ersten beiden einleitenden Positionen beginnt jetzt der operative Teil des Workshops.

Nutzen Sie Emotionen als Einstieg. Zum Beispiel kann die Moderation die Teilnehmenden auffordern, ihre Emotionen zu dem Gesamtprojekt darzustellen. Diese können gut sichtbar zentral visualisiert werden.

Die Frage könnte z.B. lauten: Wie fühle ich mich, wenn ich an das gesamte Projekt denke?

Dies schafft im Gesamten einen guten Überblick über das Projekt bzw. dessen Stimmung.

Unser Tipp: Nutzen Sie „Smiley-Karten“, um die Emotionen einzufangen. Alternativ eignet sich eine Zahlen-Skala: 1 für „ganz schlecht“ und 10 für „total begeistert“. Für die Smiley-Karten nehmen Sie einfach Post-It’s oder Moderationskarten, auf die die Teilnehmenden mit bunten Stiften Ihre Emotion aufzeichnen.

Smiley-Karten bei Lessons Learned im Projektmanagement
Bild 5: Einfache Smiley-Karten sind hilfreich, wenn Emotionen im Mittelpunkt stehen

6. Themendarstellung

Jetzt erfolgt die Themendarstellung, die Sie oder das Team in der Vorbereitungs-Phase mittels der Gespräche herausgearbeitet haben. Diese einzelnen Themen werden jetzt für alle sichtbar skizziert und kurz erläutert.

Hier ist es wichtig, dass das Plenum mit der aktuellen Themenauswahl einverstanden ist. Je nach Situation können jetzt daran Änderungen vorgenommen werden.

Unser Tipp: Halten Sie diesen Punkt immer sehr offen. So kann das Team gemeinsam den Workshop gestalten und die Themen in der Gruppe zusammenstellen.

7. Themenanalyse + Empfehlung

Die Themenanalyse ist das Zentrum des Workshops. Es gilt jetzt, die einzelnen Themen zu betrachten und Handlungsempfehlungen herauszuarbeiten.

Um die Teilnehmenden zu unterstützen, können Sie die folgenden Leitfragen nutzen:

  1. Ursache: Wie ist es zu dieser Situation gekommen? Was war ausschlaggebend?
  2. Auswirkung: Was war die Folge, das Ergebnis, die Konsequenz?
  3. Handlungsempfehlung: Was war gelungen, was hätte optimiert werden können?

Die zentralen Fragen im Workshop: Wie kam es dazu, was war die Folge und was lief gut?

Dieser Part ist ein klassischer Gruppenarbeitsbereich, der in kleinen Einzelgruppen oder in der Gesamtgruppe über die Workshop-Moderation abgewickelt werden kann.

Bitte beachten Sie, dass Handlungsempfehlungen nicht nur aus negativen Situationen entstehen. Es gibt auch erfolgreiche Ereignisse/Begebenheiten in einem Projekt, die zukünftig weiter empfohlen werden dürfen.

Achtung: Es gibt keine Musterlösung!

Da jedes Projekt, jeder Projektverlauf, jedes Projektteam einzigartig ist, sind auch entsprechend die Handlungsempfehlungen individuell.

Denn Handlungsempfehlungen, die für das eine Unternehmen nützlich sind, werden vielleicht in einem anderen Unternehmen auf eine andere Art und Weise praktiziert, oder sind für ein weiteres Unternehmen aufgrund der Organisationsstruktur gar nicht umsetzbar.

Aber das ist auch grade das Schöne an Lessons Learned: aus Workshop und Teamarbeit ergeben sich oft Aspekte und Möglichkeiten, die nicht aus dem Lehrbuch kommen.

Seien Sie hier gerne kreativ! Wichtig ist nur, dass das Resultat umsetzbar bleibt.

Zum Beispiel:

  • Ein kurzes, tägliches Stand-up Meeting mit dem Projektteam während der Projektphase, das den Informationsfluss optimiert.
  • Eine andere Bezeichnung oder Struktur der Projektordner in der Datenablage, um den Suchvorgang von Dokumenten/Informationen zu erleichtern.
  • Eine bessere Ausformulierung der Anforderungen und Priorisierung. Hilfreich sind hier eigens gestaltete Templates auf Basis der MoSCoW-Regel (Must/Should/Could/Won’t have). Sie machen die Erwartungshaltung der Stakeholder greifbarer.

8. Resultat

Jetzt liegt der Fokus auf den Ergebnissen der Themendarstellung. Sie werden jetzt im Plenum konstruktiv besprochen, klar formuliert und anschließend dokumentiert.

Ziel ist es, dass jede Handlungsempfehlung

  • für jeden Teilnehmendn schlüssig, sinnvoll und einsatzfähig ist und somit
  • vom gesamten Team „abgenommen“ ist.

Arbeiten Sie die einzelnen Themen so nach und nach ab. Damit liegt zu jedem Punkt eine Handlungsempfehlung vor, die für zukünftige Projekte genutzt werden kann.

 


Hier ein passendes Video zum Thema:

 


9. Weiteres Vorgehen + Transfer

Sind die Handlungsempfehlungen finalisiert, ist jetzt das weitere Vorgehen abzustimmen. Das könnte z.B. sein, ein Folgemeeting aufzusetzen, um noch Punkte zu besprechen, die neu aufgekommen sind.

Außerdem können weitere Themen wie „Kommunikation“ und „Informationsweitergabe“ angegangen werden, z.B:

  • Wie können jetzt die Handlungsempfehlungen in die nächsten Projekte weiter getragen werden?
  • Wo und wie können sie abgelegt werden, sodass auch andere Abteilungen oder Projektteams diese nutzen können?

Unser Tipp: Schenken Sie diesem Workshop-Abschnitt hohe Aufmerksamkeit! Denn hier ist abzustimmen, wie die erarbeiteten Informationen jetzt in die anderen Abteilungen und Köpfe transferiert werden – ganz wesentlich für das PMO.

Download (PDF): Ergebnisse der PMO- / PPM-Tools-Umfrage 2024

Eine Studie aus Ende 2024 zu eingesetzten PPM-Tools im PMO, der Zufriedenheit damit und Potenzialen zur Verbesserung der Tool-Landschaft.
* Pflichtfeld | Datenschutzhinweise

10. Feedback-Runde

Die Feedback-Runde ist der Abschluss des Lessons Learned Workshop. Sie haben es fast geschafft!
Jede teilnehmende Person kann jetzt den Workshop „revue passieren“ lassen und sein/ihr Feedback dazu abgeben.

Ebenso kann die Moderation auf die zu Beginn aufgezeichneten Erwartungen der Teilnehmenden rückblickend eingehen.

Es erfolgt der Abschluss mit Danksagung an die Teilnehmenden und die Auflösung des Workshops.


Zusammenfassung – Lessons Learned im Projektmanagement

Lessons Learned ist eine gute Methode, um aus Erfahrungen bewusst und nachhaltig Wissen zu generieren.

Prinzipiell geht es um die aktive Auseinandersetzung mit den jeweiligen Lessons Learned Themen oder auch Schlüsselmomente („Aha-Effekte“) zu erschaffen. Denn dies führt zu einer besseren Verankerung im Kopf und unterstützt den Lerneffekt.

In diesem Artikel haben Sie die wichtigsten Aspekte beim Umsetzen einer beispielhaften Lessons Learned Methode kennengelernt. Diese umfasst die 4 Phasen:

  1. Teaminformation und -findung (Kommunikation + Zusammenstellen des Teams)
  2. Sammelphase (Themensammlung während des Projektes)
  3. Workshop-Vorbereitung
  4. Workshop

Außerdem haben Sie erfahren, dass Lessons Learned immer individuell auf das jeweilige Projekt angepasst werden muss. Es gibt also kein Patentrezept. Alle im Artikel aufgeführten Beispiele sind deshalb nur als Anregung zu sehen, nicht als Vorgabe.

Ihr Vorteil? Nutzen Sie diesen Lessons Learned Leitfaden, um Optimierungspotenziale in Ihren Projekten zu erkennen und umzusetzen!

Aus unserer Erfahrung hat es sich bis jetzt immer gelohnt. Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht?

Haben Sie noch Fragen? Dann hinterlassen Sie einen Kommentar, auf den wir in Kürze antworten werden – garantiert.

Unsere Tipps zum Schluss: Abonnieren Sie unseren Projektmanagement Newsletter mit praxisstarken Artikeln, Webinaren, Podcasts, eBooks etc. für ein höheres Reifengrad-Level Ihres Projektmanagements!

FAQs

Was sind Lessons Learned im Projektmanagement? Lessons Learned im Projektmanagement sind systematisch dokumentierte Erfahrungen aus abgeschlossenen oder laufenden Projekten. Sie helfen Ihnen dabei, erfolgreiche Vorgehensweisen zu sichern und Fehler in zukünftigen Projekten zu vermeiden.
Warum sind Lessons Learned für Projekte wichtig?  Lessons Learned fördern die kontinuierliche Verbesserung im Projektmanagement. Sie erhöhen die Qualität Ihrer Projekte, verbessern die Zusammenarbeit und unterstützen Sie dabei, fundiertere Entscheidungen in zukünftigen Vorhaben zu treffen. 
Wann sollten Lessons Learned im Projekt durchgeführt werden?  Idealerweise führen Sie Lessons Learned sowohl während wichtiger Projektphasen als auch nach dem Projektabschluss durch. So können Sie Erkenntnisse zeitnah dokumentieren und direkt in laufende oder neue Projekte einfließen lassen. 
Wie läuft ein Lessons-Learned-Workshop ab? In einem Lessons-Learned-Workshop analysieren Sie gemeinsam mit Ihrem Projektteam Erfolge, Herausforderungen und Verbesserungspotenziale. Sie dokumentieren die wichtigsten Erkenntnisse, priorisieren diese und überführen sie in konkrete Maßnahmen für zukünftige Projekte.
Was ist der Unterschied zwischen einer Retrospektive und Lessons Learned? Eine Retrospektive führen Sie vor allem im agilen Projektmanagement regelmäßig während des Projekts durch. Lessons Learned setzen Sie häufig am Ende eines Projekts oder wichtiger Projektphasen ein, um Erfahrungen dauerhaft für zukünftige Projekte zu sichern.
Wie dokumentieren Sie Lessons Learned am besten?  Dokumentieren Sie die wichtigsten Erkenntnisse in einer zentralen Wissensdatenbank oder einem Projektmanagement-System. So können Sie und Ihre Projektteams die Erfahrungen bei der Planung neuer Projekte schnell wiederfinden und direkt anwenden. 
Wer sollte an einem Lessons-Learned-Workshop teilnehmen und welche Fragen sollten gestellt werden? Neben der Projektleitung sollten alle wichtigen Projektbeteiligten teilnehmen. Unterschiedliche Perspektiven helfen Ihnen dabei, sowohl Erfolge als auch Verbesserungspotenziale vollständig zu erfassen. Bewährt haben sich Fragen wie: Was lief besonders gut? Welche Herausforderungen sind aufgetreten? Was würden Sie beim nächsten Projekt anders machen? So gewinnen Sie konkrete Erkenntnisse für zukünftige Projekte.

 

Sonja Bannick hat in ihren über 25 Jahren Berufserfahrung verschiedene Funktionen durchlaufen und konnte bislang u.a. als Unternehmensgründerin, Head of Operations, Senior Business Consultant und auch als Geschäftsführerin in unterschiedlichen Branchen Erfahrungen sammeln. Ihr Kerngebiet umfasst die ganzheitliche Unternehmensberatung (Strategie – Mensch – Organisation – Technik), das Führen von Teams und Abteilungen und dessen Weiterentwicklung. Hierbei hat das Projektmanagement immer wieder eine zentrale Rolle eingenommen.
Nach dem Ingenieurstudium in Umwelttechnik sammelte er jahrelang Erfahrung im Projektmanagement bei einem Ingenieurbüro, einem Anlagenhersteller und in einer Multimediaagentur. Seit über 20 Jahren ist Achim Schmidt-Sibeth mit seinem Team für Content, Marketing, Brand und Kommunikation bei TPG The Project Group verantwortlich.
KOMMENTARE

TPG Podcast – jeden Monat neu

Banner_Podcast_396x195

TPG Projektmanagement-Newsletter

Kontakt

TPG Kontaktformular
E-Mail: info@theprojectgroup.com
Telefon (Zentrale): +49 89 615593-30 

VERWANDTE ARTIKEL