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4 Jira Tipps für Developer, die Sie kennen sollten

Geschrieben von Antje Lehmann-Benz, PMP, PMI-ACP, PSM | 30.09.2026

Wenn Developer ihren Arbeitsfortschritt nur mit Mühe aktualisieren können, wird Jira schnell selbst zum zusätzlichen Arbeitspaket. Genau hier setzen die richtigen Einstellungen und Routinen an. 

In diesem Artikel erhalten Sie vier praxisnahe Jira Tipps für Developer, die Sie gezielt für Prozesse und Zusammenarbeit im Team nutzen können. Sie erfahren, wie Sie den täglichen Aufwand gering halten und beide Tools so einsetzen, dass sie Ihre Arbeit wirklich unterstützen.

Der Beitrag ist Teil der Blog-Reihe „Jira für Rollen im Projektmanagement“.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jira unterstützt Developer dabei, Aufgaben zu organisieren und den Arbeitsfortschritt im Scrum-Team transparent zu halten.

  • Persönliche Dashboards zeigen offene Themen und wichtige Informationen auf einen Blick.

  • Klare Standards für Labels, Versionen und Komponenten verhindern Wildwuchs und erleichtern das Filtern von Vorgängen.

  • Schnelle Statusupdates reduzieren den Pflegeaufwand und sorgen dafür, dass Jira die tägliche Arbeit unterstützt statt sie auszubremsen.

  • Confluence ergänzt Jira sinnvoll, etwa wenn Developer Code mit dem Code-Block-Makro übersichtlich im Team teilen möchten.

Diese Kapitel warten auf Sie:

Legen wir los mit einer kurzen Definition. 

Was ist ein Developer laut Scrum?

Als Developer werden in einem Scrum-Team (und auch in diesem Artikel) jene Teammitglieder bezeichnet, die aktiv an der Entwicklung eines Produkts beteiligt sind (aller Art, insbesondere Software). Rollen können z.B. sein: Entwickler, Tester oder Designer.  

Welche Aufgaben von Developern können Jira und Confluence unterstützen?

Jira ist vor allem für Aufgabenmanagement gedacht. Es bildet die Realitäten verschiedener und insbesondere agil arbeitender Teams durch diverse Projekt- und Boardtypen ab. Somit kann es besonders Developern die Planung und Organisation ihrer Arbeit sowie den Austausch darüber erleichtern.

Durch die einfache Anbindung von Code-Plattformen wie Bitbucket, Github und weiteren Software-Entwicklungstools können die verschiedenen verwendeten Umgebungen integriert und Arbeitsabläufe automatisiert werden. Das kann die Effizienz von Software-Teams drastisch erhöhen.

Die wichtigste Voraussetzung dabei ist allerdings, dass die Teammitglieder eng in die Einrichtung und Abbildung der Prozesse eingebunden sind.

Die Prozesse sollten möglichst leichtgewichtig gestaltet werden. Software wie Jira kann dann die Arbeit tatsächlich unterstützen und wird nicht als Belastung gesehen, weil der tägliche Aktualisierungsaufwand gering bleibt.

Damit Ihnen dies besser gelingt, finden Sie folgend einige wichtige Jira Tipps für Developer, mit denen Sie Jira und Confluence in Ihrem Umfeld gut zum Einsatz bringen können.

Tipp 1: Personalisiertes Dashboard

Wollen Sie als Teammitglied zu Arbeitsbeginn einen schnellen Überblick erhalten, welche Themen offen und als Nächstes abzuarbeiten sind? Solche Informationen aufzubereiten, ist eine der Stärken von Jira.

Mit eigenen Jira Dashboards können Teammitglieder selbst eine Übersicht zusammenstellen, die die Einführung einer täglichen Routine unterstützen. Die Zusammenstellung der Kästen (“Gadgets”) kann durch jeden Jira User in einem eigenen Dashboard selbst festgelegt werden. 

Dashboard in Atlassian Jira: Dieses Beispiel zeigt häufig verwendete Gadgets wie ”Assigned to Me” (”mir zugewiesen”) und grafische Auswertungen des Fortschritts.

Auch das Teilen – und damit das Einrichten von Dashboards für ein Team oder auch einen festgelegten Personenkreis – ist in Jira möglich. 

Das Teilen eines Dashboards mit anderen Jira Nutzern
ist jederzeit über den Befehl “Rename or share” möglich.

Tipp 2: Status eines Vorgangs aktualisieren

Developer haben mit der Produktentwicklung meist alle Hände voll zu tun. Die Aktualisierung der Planung und des Arbeitsfortschritts sollte daher möglichst intuitiv und schnell geschehen können.

Aus dem Grunde ist es in Jira in den letzten Jahren immer einfacher geworden, solche Updates vorzunehmen: durch intuitivere Benutzerführung und Automatisierung – aber auch dadurch, dass besonders in Jira Cloud oft viele Wege zum Ziel führen.

So lässt sich der Status eines Issues (deutsches Jira: „Vorgang“), also eines Eintrags in einem Projekt, der als Planungsgrundlage für die Arbeit dient, auf mehreren Wegen aktualisieren. Diese geht über:

  1. Issue-Schnellansicht
  2. Issue-Vollbildansicht
  3. einen verlinkten oder einen Parent Issue
Aktualisierung eines Issue-Status über die Issue-Schnellansicht (in Jira Cloud als Popup dargestellt). Aktualisierung eines Issue-Status über die Issue-Vollbildansicht
(z.B. über Klick auf den Issue Key in der Schnellansicht zugänglich). Aktualisierung eines Issue-Status über eine Verlinkung – in diesem Fall ist der betreffende Issue ein Sub-Task eines anderen Issues und kann auch bei Ansicht des Parents, z.B. wie hier im Backlog, auf schnellem Wege einen aktualisierten Status erhalten.

Tipp 3: Labels, Versionen, Komponenten und Filter

In Jira dienen Labels, Versionen und Komponenten dazu, Projekte und Issues zu organisieren und zu kategorisieren.  

Labels können wie Schlagwörter betrachtet werden, mit denen Issues gekennzeichnet und gesucht werden können.  

Zuweisung von Issue-Labels zur Kategorisierung. Durch Klick auf das Label werden alle Issues mit diesem Label gesucht – auch projektübergreifend.

Unser Tipp: Achtung! Labels können durch alle Nutzenden frei erstellt werden. Um Wildwuchs zu vermeiden, sollten Sie hier verpflichtende Vorgaben für alle Nutzenden definieren.

Versionen ermöglichen es, den Fortschritt von Projekten zu verfolgen und zu planen – durch die Verwaltung geplanter und tatsächlicher Releasedaten.  

Die Versions- bzw. Releaseverwaltung in Projekten bietet noch mehr Möglichkeiten zur Kategorisierung von Issues und zur Releaseplanung generell. Versionen können Issues zugewiesen werden (etwa im „Fix-Version”-Feld) und ermöglichen somit eine klare Zuordnung von Themen in Jira.

Was Jira Releases angeht, haben die Information über sie eher informativen Charakter – außer wenn weitere Developer-Tools angebunden und Automatisierungen eingerichtet werden. Releases / Versionen decken eher die zeitlichen Aspekte der Planung ab. 

Jira Komponenten hingegen ermöglichen es Ihnen, Issues nach Funktionsbereich oder Modul zu gruppieren (etwa für ein zu entwickelndes Produkt).  

Hinweis: Jira Komponenten sind nur in unternehmensverwalteten Softwareprojekten verfügbar.

Die Komponentenverwaltung in Projekten bietet noch mehr Möglichkeiten zur Kategorisierung von Issues und zur Release-Planung generell. Komponenten können Issues zugewiesen werden und ermöglichen somit ebenfalls eine klare Zuordnung von Themen in Jira.

Diese Gruppierungsmöglichkeiten erleichtern die Zusammenarbeit im Team und machen es Ihnen dadurch einfacher, die Arbeit gemeinsam effektiver zu planen und zu verfolgen. 

Auch dienen sie als Basis für Suchfilter, die sich auf Ihre Arbeit zuschneiden lassen. Labels, Versionen und Komponenten sind filterbar. Die Filtersuche können Sie speichern sowie auf Dashboards abbilden. 

Mit der Suchfunktion lassen sich Issuefelder wie Versionen, Komponenten und Labels filtern.

Tipp 4: Codes teilen mit dem Code-Block-Makro 

Ein weiteres interessantes Feature für Developer betrifft Confluence und dient dem Teilen von Code oder Script-Elementen: Mit dem „Code Block Makro“ können Sie die Sprache ihres Codes wählen und dann von der Funktion „Syntax Highlighting“ profitieren.  

Wie Sie den Code Block Schritt für Schritt hinzufügen: 

  1. Wählen Sie das „+“ Symbol von der Symbolleiste und dann „Andere Makros“
  2. Wählen Sie „Code Block“ in der „Formatting“-Kategorie
  3. Wählen Sie die Sprache ihres Codes
  4. Wählen Sie „Hinzufügen“
  5. Tippen oder fügen Sie Ihren Code im Makro-Platzhalter ein 

Das Code Makro unterstützt viele Sprachen wie z.B. JS, C++, Java. 

Fazit: Developer Jira und Confluence Tipps

Jira lässt sich für die Zwecke von Scrum-Teams sinnvoll nutzen. Die Voraussetzung dafür ist, dass Developer das Tool nach gemeinsamen Standards und effizient einsetzen. Persönliche Dashboards, regelmäßige Aktualisierungen der Issues, richtige Labels, Komponenten und Filter helfen dabei.

Gegebenenfalls kann Sie dabei auch die Nutzung von Makros in Confluence unterstützen. Mit den oben dargestellten Tipps können Sie Ihre Arbeit als Teammitglied einfacher durchführen und auf Dauer erfolgreichere Ergebnisse erreichen. 

Die Blog-Reihe „Jira für Rollen im Projektmanagement“

Dieser Artikel zu Jira und Confluence ist Teil einer Reihe, in der wir die Möglichkeiten der Tools für verschiedene Rollen beschreiben. Hier die Übersicht:

 

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